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Richtig heizen, richtig lüften

Aktualisiert (Freitag, 14. März 2008 11:06) Geschrieben von: Fr. Selmke Freitag, 14. März 2008 08:16

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Es kommt immer wieder zu Feuchtigkeitsschäden in Wohnungen. Dabei sind dann Schimmelpilz und schwarze Flecken Mängel der Mietsache, die der Vermieter beseitigen muss und den Mieter zur Mietminderung berechtigt. Außer der Mieter hat die Schäden selbst verursacht, weil er zu wenig geheizt und zu wenig gelüftet hat. Lesen Sie, wie Sie letzteres auf jeden Fall vermeiden können.

1. Besonders im Herbst und Frühjahr sollten folgende Temperaturen bei Anwesenheit in der Wohnung eingehalten werden: Im Wohnzimmer, Kinderzimmer und in der Küche 20°C, im Bad 21°C, nachts im Schlafzimmer 14°C. Dabei ist folgende Faustregel zu beachten: Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden.

2. Auch bei Abwesenheit sollte die Heizung tagsüber nie ganz abgestellt werden. Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist teurer, als das Halten einer abgesenkten Durchschnittstemperatur.

3. Zwischen den unterschiedlich beheizten Räumen sollten die Innentüren tags und nachts geschlossen halten werden.

4. Niemals vom Wohnzimmer das Schlafzimmer mitheizen. Beim "Überschlagen lassen" des nicht geheizten Schlafzimmers kommt feuchte Luft ins Schlafzimmer und diese schlägt dort ihre Feuchtigkeit nieder.

5. Richtig lüften bedeutet: Die Fenster kurzzeitig ganz öffnen, fünf Minuten reichen dabei oft schon aus. (Stoßlüften). Eine längere Kippstellung der Fenster ist wirkungslos und verschwendet nur Heizenergie.

6. Führen Sie morgens in der ganzen Wohnung einen kompletten Luftwechsel durch. Gut ist Durchzug oder machen Sie in jedem Zimmer das Fenster weit auf.

7. Die Mindestzeit für die Lüftung hängt von dem Unterschied der Zimmertemperatur zur Außentemperatur und davon ab, wie viel Wind weht.

8. Auch bei Windstille und geringem Temperaturunterschied reicht eine Lüftungszeit von 15 Minuten aus.

9. Je kälter es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden.


10. Es wicht nicht einmal täglich zu lüften. Vormittags und nachmittags nochmals die Zimmer lüften, in denen sich Personen aufgehalten haben. Abends erneut einen kompletten Luftwechsel inklusive Schlafzimmer vornehmen.

11. Nicht von einem Zimmer in ein anderes, sondern nach draußen lüften.

12. Bei Bädern ohne Fenstern auf dem kürzesten Weg, d.h. zum nächstmöglichen Zimmer hin lüften. Halten Sie dabei die Türen der anderen Zimmer geschlossen. Besonders nach dem Baden oder Duschen darf sich der Wasserdampf nicht gleichmäßig in der Wohnung verteilen.

13. Beim Kochen entstehenden Wasserdampf möglichst sofort nach draußen ablüften. Auch hier durch Schließen der Küchentür verhindern, dass sich der Dampf in der Wohnung verteilt.

14. Zimmer, in denen Wäsche getrocknet wird öfter lüften und die Zimmertür geschlossen halten. Gleiches gilt wenn viel gebügelt wird.

15. Auch bei Regenwetter kann gelüftet werden, wenn es nicht gerade zum Fenster hereinregnet, denn die kalte Außenluft ist trockener als die warme Zimmerluft.

16. Bei Abwesenheit ist natürlich auch das Lüften tagsüber nicht möglich, aber auch nicht nötig! Morgens und abends richtig zu lüften reicht dann aus.

17. Bei neuen, besonders dichten Isolierglasfenstern häufiger lüften als früher. Auch dann spart man im Vergleich zum alten Fenster Heizenergie.

28. Große Schränke sollten nicht An Außenwänden stehen und wenn notwendig dann wenigstens nicht zu dicht an der Wand. Ein Abstand für die Luftzirkulation von zwei bis vier Zentimeter Abstand sollten reichen.

( Quelle: Deutscher Mieterbund e.V. )